Jeden 2. Mittwoch findet die Schamanische Monatsgruppe statt. Termin: 19.00 - 20.30 Uhr
Jeden 3. Mittwoch findet der Freundeskreis Hellinger in Hildesheim statt
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Wie kommt ein Mensch in unserer westlichen Kultur dazu, schamanische Naturheilkunde anzubieten und welche Vorstellungen sind oftmals damit verbunden?
Die klassische Berufung (Initiation) zum Schamanen in den Stammesvölkern könnte beispielsweise folgendermaßen ablaufen: Während du ruhig in deiner Jurte sitzt und an nichts Böses denkst, schießt plötzlich ein scheußliches Ungeheuer mit vier Köpfen durch die Tür, packt dich am Hals, zieht dich durch den Rauchabzug in irgendeine öde Welt, wo es dich zerreißt, in einen Kräutertrunk taucht, dich wieder zusammenschustert und wieder durch den Rauchabzug fallen lässt. Anschließend sagt das Ungeheuer:"So, jetzt bist du ein Schamane!"
In meinem persönlichen Fall verlief die Berufung zu diesem Dienst jedoch eher nach "Gesetzen" der westlichen Welt, berührte mich aber kaum weniger überraschend.
In meiner Praxis für Lebensbegleitung und Naturheilkunde verbinde ich seit einigen Jahren die systemische Arbeit des Familienstellens mit der Heilhypnose, so dass mir die in das erweiterte Bewusstsein reichende Trancearbeit in Form von Phantasiereisen, Suggestionen, Aktivierung der Selbstheilungskräfte etc. gut vertraut ist.
Diese Verbindung brachte mich dann letztlich auch auf den Weg der schamanischen Naturheilkunde, die ich für mich persönlich bereits seit geraumer Zeit als wesentlichen Bereich meiner individuellen Entwicklung schätzten gelernt hatte. In der systemischen Arbeit benutzen viele Begleiter die Bezeichnung "Familienseele". Damit gemeint ist ein Bewusstsein, das auch alle Mitglieder früherer Generationen einer Familie enthält. Diese Familienseele ist eine aktive Kraft, die unser gegenwärtiges Leben beeinflusst:
Was in den Leben der früheren Generationen positiv war, wird zu Stärke, die uns unterstützt, Ungelöstes dagegen kann sich als Störung manifestieren. Die Individuen, die diese Familienseele ausmachen, sind in unserem heutigen Leben anwesend. Sie können uns sowohl segnen als auch Schwierigkeiten bereiten.
Ausgehend von diesem Wissen bot ich den Teilnehmern meiner monatlichen Gruppe "Freundeskreis Hellinger" zu Beginn des Sommers an, auf einem Familienseelenaltar möglicherweise Fotos, persönliche Gegenstände, Landkarten etc. zusammenzustellen, um so in Kontakt mit vorherigen Generationen zu kommen. Dieses Ritual führte ich in den Ferien auch regelmäßig für mich selbst durch.
Eines morgens spürte ich dabei mit geschlossenen Augen eine solch kraftvolle Verbindung, dass daraus ein tiefes Wissen entstand. In der energetischen Verbindung mit einem meiner Urahnen ist mir der Satz:
"Jetzt ist es Zeit, die schamanische Naturheilkunde als Lebensbegleitung anzubieten" während dieser Stille regelrecht eingefallen.
Warum sollte ein "normaler Mensch" Interesse daran haben, sich der schamanischen Naturheilkunde anzuvertrauen, oder gar Schamanismus in einem Seminar zu erlernen? Schamanismus ist bereits seit Jahrtausenden ein spiritueller Weg, um die Wahrnehmungsfähigkeit zu vergrößern, sowie Heilung für den Einzelnen und die Gemeinschaft herbeizuführen. Mit der Hilfe von schamanischen Techniken ist es jedem Menschen möglich, den individuellen Wegweisern, die uns auf dem Lebensweg in Form von Krankheit, Stress, dem Impuls nach Veränderung in Partnerschaft, bei Kindern, im Beruf etc. begegnen können, tiefer nachzuspüren.
Oftmals sind Schmerzen, Erschöpfung, Sorgen oder das Gefühl, ganz auf sich allein gestellt zu sein, sogar ein wunderbarer Türöffner für die "unsichtbaren Welten"...